07.01.2021Ratgeber

Rechts- und Steuerberatung für Gründer*innen

Foto: Bill Oxford

Auch als Start-Up, das geprägt ist von einem jungen hippen Lifestyle, coolen Produkten und innovativen Prozessen, bleibt es nicht aus, dass man sich mit vermeintlich zähen Themen wie Steuern und Recht befassen muss – noch mehr sogar: es ist zwingend nötig.

Vielen machen den Fehler, sich hier zu spät zu informieren und Expertenmeinungen einzuholen, schließlich ist ein*e Jurist*in im Team nicht unbedingt der erste Gedanke und Rechts- und Steuerberatung kostet wiederum Geld, das manch einer sicher lieber ins eigene Unternehmen stecken würde. Am Ende sind es aber sicher sinnvoll investierte Zeit und Geld, da so viele Irrwege und Stolpersteine direkt aus dem Weg geschafft werden (es gibt ja auch so noch genug andere Hindernisse). Letztlich vermeidet ihr Probleme, da Fachberatungen deutlich früher rechtliche Fallen und falsche Wege erkennen, sodass ihr gleich in die richtige Richtung arbeiten könnt.

Für Gründer*innen gibt es ganz verschiedene Rechtsbereiche, die eine Rolle spielen können – ob Arbeitsrecht, Markenrecht oder Vertragsrecht, die Liste der rechtlichen Bestimmungen ist lang. Darüber hinaus spielen natürlich auch Steuerberater*innen bei der Gründung eines Unternehmens eine wichtige Rolle. In Deutschland sind (nicht nur) Buchhaltung und Steuergesetze extrem verworren und kompliziert. Schon bevor ihr euch ums Wesentliche, nämlich euer Produkt oder eure Dienstleistung, kümmern könnt, müsst ihr euch entscheiden, welche die für euch passende Rechtsform ist. Und während des Geschäftsjahrs habt ihr oft die gleichen Verpflichtungen wie große Unternehmen auch, ihr müsst euch z. B. mit Themen wie Umsatzsteuervoranmeldung, Quartalsbericht und den Jahresabschluss beschäftigen. Auch hier kann eine Steuerberatung helfen.

 

Nun gibt es aber natürlich auch Leute, die Spaß daran haben sich in diese Themen so richtig einzufuchsen und somit selbst zu einem halben Profi werden. Allen anderen sei gesagt: scheut euch nicht (rechtzeitig) Unterstützung zu holen. Dabei gibt es einige Anlaufstellen, die eine erste Beratung oft kostenfrei anbieten.

Das IGZ Bamberg z. B. bietet im Rahmen des Beratungstages (immer am ersten Dienstag des Monats) der Gründeragentur Bamberg ab 16:00 Uhr kostenfreie Einzelgespräche mit verschiedenen Expert*innen zu den Themen Recht, Steuerrecht, Patentrecht, Finanzierung etc. an. Die Anforderungen von Existenzgründer*innen sind ganz unterschiedlich und können nur schwer generalisiert werden. Die Berater*innen gehen daher auf individuelle Bedürfnisse der Unternehmer*innen ein, damit jeder eine fachspezifische Beratung und die notwendigen Lösungsansätze erhält.

Dabei wird eine ganze Bandbreite an Themen und Fragen besprochen – eben das, was für euch von Interesse ist. Das kann beispielsweise ein kritischer Blick auf den Businessplan oder die Idee an sich sein. Oft geht es um allgemeine Fragen zur Selbstständigkeit, wie das Anmelden eines Gewerbes (und was wählt man dann: Haupt- oder Nebengewerbe?) und muss man dann noch etwas für das Finanzamt beachten? Wie geht man vor, wenn man Mitarbeiter*innen einstellen will? Welche Kammeranmeldungen (IHK/HWK) sind nötig und wie hoch sind die Mitgliedsbeiträge? Und dann kommt natürlich auch immer wieder das sensible Thema AGBs auf…ihr seht, die Beispielfragen gehen in die verschiedensten Richtungen und bilden natürlich auch nur einen kleinen Ausschnitt ab. Jede Gründung läuft anders ab und bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Wir legen euch nur nahe, euch vorab auf allen möglichen Kanälen zu informieren und abzusichern, nicht dass es am Ende womöglich noch eine böse Überraschung gibt.

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