19.11.2020Ratgeber

Green Startup Sonderprogramm

Foto: Alex Wigan / Unsplash

Ihr habt innovative Ideen wie wir die ökologischen Herausforderungen der Zukunft angehen können? Ihr möchtet ein Start-up im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt Digitalisierung gründen? Dann bewerbt euch doch für das Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)!

Noch nie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gehört?

Macht nichts, wir geben euch hier einen Einblick in das Leitbild und die Arbeit der DBU. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat 1991 die Stiftungsarbeit aufgenommen und fördert – wie man dem Namen sicher schon entnehmen kann – innovative, modellhafte und lösungsorientierte Vorhaben zum Schutz der Umwelt.

Besonderes Augenmerk liegt hier auf der mittelständischen Wirtschaft, deren Projekte nachhaltige und positive Effekte auf die Lebensweisen unserer Gesellschaft haben. Die von der DBU geförderten Ideen sollen zur Lösung aktueller Umweltprobleme beitragen. Dazu zählen der Klimawandel, Verlust der Biodiversität, schädliche Emissionen und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Also alles Dinge, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht!

Bisher wurden mehr als 10.000 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 1,84 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei 2,32 Mrd. Euro (Stand: 16.07.2020), eine ansehnliche Summe, die sicher noch vielen weiteren zukunftsweisenden Projekte fördernd unter die Arme greifen kann. Vielleicht auch euch?

Eure Start-up Idee ist die Lösung für ein aktuelles Umweltproblem?

Dann bewerbt euch für das Green Start-up Programm der DBU! Als Start-up, das jünger als 5 Jahre ist, könnt ihr euch jederzeit und ohne Abgabefristen um eine Förderung der DBU bewerben. Die Förderung läuft über einen Zeitraum von maximal 2 Jahren und ist mit bis zu 125.000€ pro Projekt dotiert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist, neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit eurer Idee, natürlich der Fokus auf ökologischer Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt Digitalisierung. Wenn eure Start-up Idee also eine innovative Lösung im Bereich Umwelt, Nachhaltigkeit und Ökologie ist, habt ihr gute Chancen den mehrstufigen Bewerbungsprozess zu bestehen.

Ein weiterer Anreiz für die Bewerbung beim Green Start-up Programm sollte für euch sein, dass es Zuschüsse für eure eigene Tätigkeit im Start-up gibt. Was das heißt? Die DBU möchte es euch als Gründer*innen ermöglichen, euch voll und ganz auf euer Start-up zu fokussieren. Mit bis zu 2.000€ Förderung monatlich (für maximal 24 Monate) braucht ihr euch also erst einmal keine Gedanken um euren Lebensunterhalt zu machen und könnt eure ganze Energie in euer Start-up stecken.

Im Zuge der Förderung durch das Green Start-up Programm werdet ihr durch die DBU und (meist ehrenamtliche) Mentoren betreut. Des Weiteren finden Seminare zum Erfahrungsaustausch mit anderen Start-ups und zum Ausbau eurer unternehmerischen Qualifikation statt. Im Kompetenznetzwerk nachhaltig.digital habt ihr dann auch noch die Gelegenheit euch mit international renommierten Experten aus dem Feld der Ökologie und Nachhaltigkeit auszutauschen.

Können sich auch Unternehmen und Start-ups bewerben, die älter als 5 Jahre sind?

Das Green Start-up Programm richtet sich ausschließlich an junge Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen.

Wenn euer Start-up schon länger am Markt ist und bereits Kunden sowie Umsätze verzeichnen kann, könnt ihr euch auf eine normale DBU- Projektförderung bewerben. Ihr könnt auch aus bestehenden Unternehmen heraus eine Förderung beantragen, solange eure Idee überzeugt, habt ihr eine Chance auf Förderung!

Euer Interesse ist geweckt?

Wenn euch also schon länger eine Idee im Kopf herumspukt und nur auf die Umsetzung wartet, dann bewerbt euch! Zur Online-Registrierung geht es hier lang. Wenn ihr noch weitere Fragen rund um das Green Start-up Programm der DBU habt, könnt ihr euch hier den Leitfaden zur Antragstellung herunterladen.

Ihr seid noch unsicher, ob eure Idee eine Chance auf Förderung durch Green Start-up Programm hat? Eine Zusammenfassung der bisher bereits geförderten Projekte der DBU findet ihr hier.

Beispielhafte Projekte aus Franken

Auch in Franken gibt es innovative Unternehmen, Start-ups und Gründer*innen, die mit ihren Lösungsansätzen einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz leisten. Im Folgenden stellen wir euch beispielhaft drei Unternehmen aus Franken vor, die von der DBU gefördert wurden:

 

Altfette wiederverwerten: Jeder Tropfen zählt
Altfettentsorgung und -recycling Lesch GmbH & Co.KG, Thalmässing

Fette und Öle, die nicht gesammelt, sondern in den Ausguss geschüttet werden, verstopfen die Kanalisation und bereiten auch in den kommunalen Kläranlagen Probleme. Altfett ist zudem ein wertvoller Sekundärrohstoff für die Biodieselherstellung und verbessert dessen CO2-Bilanz. Letztlich soll das entwickelte und im Projekt praktisch erprobte Konzept die Grundlage für eine bundesweite Verbreitung der Altfettsammlung schaffen.

(Lest hier die komplette Projektbeschreibung)

 

Stall der Zukunft
DöhlerAgrar Unternehmensberatung, Untermerzbach

Neue Tierhaltungskonzepte sind ein Weg, den Eintrag von Stickstoffverbindungen in die Umwelt zu verringern. Die geförderte Konzeptentwicklung für einen „Stall der Zukunft“ – einen güllelosen Stall – sieht ein neuartiges, wirtschaftlich konkurrenzfähiges Haltungssystem vor, kombiniert mit einem alternativen Behandlungssystem für Wirtschaftsdünger. Gesteigertes Tierwohl und verminderte Emission von Stickstoffverbindungen werden so vereint.

(Lest hier die komplette Projektbeschreibung)

 

Neuer Dämmstoff aus Rohrkolben (Typha)
typha technik Naturbaustoffe, Schönau

Für die energetische Sanierung von Alt- und insbesondere Fachwerkbauten gelten spezielle Anforderungen an das verwendete Dämmmaterial. Dazu zählen minimierte Wandstärken unter 20 cm, ein Aussteifen des Fachwerkgefüges, ein homogener, diffusionsoffener Wandaufbau sowie das schadensfreie Kombinieren mit den historischen Gefachfüllungen. Unter der Leitung des Büros für Denkmalpflege und Baustoffentwicklung, Postmünster, gelang es nun, die Vereinbarkeit von Denkmalschutz und energetischer Nachrüstung für einen neuartigen Dämmstoff aus Typha-Platten (Rohrkolben) nachzuweisen.

Kooperationspartner dieses Projektes: Altstadtfreunde Nürnberg e.V., Architekturbüro Fritsch-Knodt-Klug (Nürnberg), Fraunhofer Institut für Bauphysik (München) und Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (München).

(Lest hier die komplette Projektbeschreibung)

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