29.03.2021Leben & Arbeiten

Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung

Grafik: Leah Mühlöder

In unserer Reihe 'Buchinspirationen' möchten wir euch Werke vorstellen, die uns selbst inspiriert haben. Den Themen der Bücher sind dabei keine festen Grenzen gesetzt. Alles, was sich rund um das Thema start.land.flow ansiedelt, kann eine Rolle spielen. Vielmehr geht es darum, dass der Inhalt auch nach dem Lesen noch im Kopf weiterhallte und vielleicht einen neuen Gedankenanstoß im Leben bewirkte. Das können daher Sachbücher oder auch Romane sein - alles, was man eben beim Schmökern auf der Couch oder in der Sonne entdeckt. Dieses Mal geht es um nichts geringeres als 'die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung' von Philip Specht.

'Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung' von Philip Specht in der Buchhandlung ansehen

Digitalisierung ist das Schlagwort des 21. Jahrhunderts, darüber muss man keine Diskussionen mehr führen. Der Anteil derjenigen, die in dem digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, steigt stetig. Die Digital Natives können sich intuitiv neue Innovationen erschließen und sie daran ohne große Schwierigkeiten bedienen. Aber, Hand aufs Herz: Wer hat wirklich eine Ahnung davon, welche Technologien und Prozesse hinter den Schlagwörtern der Zukunftsdiskussionen stecken? Die breite Masse vermutlich nicht – auch nicht die Digital Natives.

Vermittlung IT-Basiswissen ohne allzu technische Erklärungen

'Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung' ist an diese Menschen adressiert - eigentlich an alle, außer an die „Digital-Experten“, wie er die Zielgruppe zu Beginn selbst beschreibt. Laut Specht ist diese aber auch die kleinste der vier gesellschaftlichen Gruppen, die er hinsichtlich deren Digitalisierungswissen einteilt. Das Problem: Die Handlungen der Digital-Experten prägen die Gesellschaft immer mehr. Und der Rest steht dem irgendwann mit einem Fragezeichen vor dem Kopf gegenüber – zu hochkomplex die IT und zu niedrig das Basiswissen von uns allen.

'Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung' will genau diese Wissenslücke schmälern und vermittelt die grundlegenden Basics zu einer riesigen Vielfalt an Themen, ohne sich zu sehr an technischen Erklärungen zu bedienen. Das Buchstartet mit Grundlagen wie Bits und Bytes, oder der Frage danach, wie eigentlich WLAN funktioniert. Weiter geht es zum Beispiel über die Mechanismen von Online-Businessmodellen und Blockchain wird auch nicht ausgelassen. Das Buch hat mich abgeholt und bis zum Ende nicht losgelassen, weil bei fast jedem Kapitel mein Denkprozess ähnlich ablief: Zuerst las ich die Kapitelüberschrift und dachte: Ah klar, kenne ich. Danach überlegte ich, wie ich das Prinzip dahinter erklären würde und merkte: Oh.

learning by doing reicht manchmal eben doch nicht aus...

Mein Fazit ist deshalb: Ich kannte viele der Themen bereits aus der alltäglichen Berichterstattung. Allerdings kristallisiert sich dabei auch bereits das Problem heraus: Ich bin in der Kenntnis über die Diskussion zum digitalen Thema X, weiß aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Um sich eine halbwegs fundierte Meinung dazu bilden zu können, liefert das Buch zumindest einen ersten Überblick. Eine Expertin wird man durch das Lesen natürlich trotzdem nicht, das darf nicht der Anspruch sein.

Uns alle gehen die digitalen Themen aber etwas an, immer mehr und immer tiefer greifen sie in alle Lebensbereiche ein. Learning by doing ist eine super Methode, aber nicht ausreichend, um komplexe Zusammenhänge verstehen zu können. Zumal das Thema so groß ist, sodass man allein meist komplett aufgeschmissen ist und nicht weiß, wo man am sinnvollsten beginnt mit dem Stopfen der Basislücken. Das Buch könnte deshalb allen gefallen, die sich dieser Problematik bewusst sind, aber keine Ahnung hatten, wo man sich einen gesammelten Grundüberblick verschaffen kann. 'Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung' ist auf 384 Seiten sehr lesefreundlich und erzählerisch geschrieben – entgegen der Natur von typischen Sachbüchern.  

  • Teilen:
Kommentieren
Kommentare